KI-Leitfaden · DEKRA-zertifiziert

EU AI Act: Der Leitfaden für den Mittelstand

Die EU-KI-Verordnung verunsichert viele Unternehmen. Dieser Leitfaden erklärt verständlich, was der EU AI Act für KMU bedeutet — von den Risikoklassen über die Fristen bis zum konkreten Umsetzungsplan.

Der EU AI Act ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung Künstlicher Intelligenz. Für den Mittelstand ist die gute Nachricht: Die meisten Anwendungen sind unkritisch. Wichtig ist, dass Sie wissen, welche KI Sie einsetzen, wie sie einzuordnen ist und welche Pflichten daraus entstehen. Genau das ordnen wir hier ein.

Die vier Risikoklassen

Der EU AI Act stuft KI-Systeme nach ihrem Risiko ein — je höher das Risiko, desto strenger die Pflichten.

Verbotene KI-Praktiken

Social Scoring, manipulatives Verhalten und biometrische Massenüberwachung sind untersagt — für KMU meist nicht relevant, aber wichtig zu kennen.

Hochrisiko-KI

KI in Bereichen wie Personalauswahl, Kreditvergabe oder kritischer Infrastruktur unterliegt strengen Dokumentations-, Transparenz- und Aufsichtspflichten.

Begrenztes Risiko

Chatbots und generative KI brauchen klare Transparenz: Nutzer müssen erkennen, dass sie mit KI interagieren bzw. KI-Inhalte sehen.

Minimales Risiko

Die meisten Anwendungen im Mittelstand (z. B. Textassistenz, Spamfilter) sind frei nutzbar — freiwillige Verhaltenskodizes werden empfohlen.

Fristen im Überblick

Der Zeitplan des EU AI Act

Die Verordnung wird stufenweise wirksam. Diese Termine sollten KMU kennen.

  • Februar 2025Verbote für inakzeptable KI-Praktiken treten in Kraft; KI-Kompetenz im Unternehmen wird Pflicht.
  • August 2025Pflichten für KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck (GPAI) gelten.
  • August 2026Der Großteil der Vorgaben wird wirksam, u. a. Transparenzpflichten.
  • August 2027Vollständige Anforderungen für Hochrisiko-KI greifen.

In vier Schritten zur Compliance

So setzen Sie den EU AI Act pragmatisch um — ohne Ihr Tagesgeschäft zu blockieren.

1. KI-Inventar erstellen

Erfassen Sie alle eingesetzten KI-Tools — von ChatGPT bis zu Funktionen in bestehender Software.

2. Risiko einordnen

Ordnen Sie jede Anwendung einer Risikoklasse zu und identifizieren Sie Hochrisiko-Fälle.

3. KI-Kompetenz aufbauen

Schulen Sie Ihr Team — seit Februar 2025 ist nachweisbare KI-Kompetenz gesetzliche Pflicht.

4. Governance verankern

Richtlinien, Verantwortlichkeiten und Dokumentation etablieren — pragmatisch und prüfbar.

Häufige Fragen

EU AI Act — kurz erklärt

Die wichtigsten Fragen rund um die EU-KI-Verordnung für den Mittelstand.

EU AI Act sicher umsetzen

Lassen Sie uns gemeinsam Ihre KI-Anwendungen einordnen und eine rechtssichere, pragmatische Governance aufbauen.